Im Streit um die Einführung des Funkverbots bei Radrennen hat Altmeister Jens Voigt einen Boykott der Weltmeisterschaft angeregt.

"Wenn keiner hören will, sollten wir es auf die schmerzvolle Weise machen. Schon bei einem verhängnisvollen Unfall wäre der Preis zu hoch, nur um ein interessanteres Rennen zu erhalten", kritisierte der 39-Jährige den Radsport-Weltverband UCI, der das Funkverbot bis 2012 kontinuierlich ausbauen will.

"Mir ist ein langweiliges Rennen lieber, wo jeder am Ende nach Hause fährt und sagen kann: Hallo Mama und Papa, ich lebe", ergänzte Voigt, der wie viele seiner Kollegen Sicherheitsbedenken bei der Abschaffung des Funkverkehrs anführt.

Die UCI erhofft sich dagegen aus der Regelung spannendere Rennen. Insbesondere die Tatsache, dass in der Vergangenheit Ausreißversuche durch das perfekte Timing der Sprinter-Teams meist zum Scheitern verurteilt waren, ist der UCI ein Dorn im Auge.

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