Der Masseur von Riccardo Ricco hat eine Verwicklung in den Doping-Skandal um den Radprofi vehement bestritten und will gegen seine Kündigung gerichtlich vorgehen.

"Ich habe nichts zu verbergen. Ich habe nichts mit dem zu tun, was passiert ist. Gegen mich wird nicht ermittelt", sagte Flavio Mongiardo der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport".

Ricco war vor einem Monat mit Nierenversagen ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem er sich offenbar aufbereitetes Eigenblut zurück in den Körper geführt hatte. Der Kletterspezialist, der wegen Dopings bereits von der Tour de France 2008 ausgeschlossen und für 20 Monate gesperrt worden war, war daraufhin von seinem Rennstall Vacansoleil entlassen worden.

Das gleiche Schicksal ereilte Mongiardo, der dies nicht hinnehmen will. "Ich arbeite seit 20 Jahren in dem Beruf und nun will niemand mehr etwas mit mir zu tun haben. Man hat mich ohne Grund entlassen und das Team wird sich für meine Entlassung verantworten müssen", sagte der Pfleger.

Während sich die Staatsanwaltschaft bei Mongiardo nach eigenen Angaben noch nicht gemeldet hat, ermittelt sie gegen Ricco wegen Sportbetrugs und Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz.

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