Tony Martin hat die bedeutende Radrundfahrt Paris-Nizza gewonnen und damit den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert.

Der 25-Jährige ließ sich den Gesamtsieg auf der letzten Etappe über 124 km rund um Nizza nicht mehr nehmen und verteidigte seinen Vorsprung von 36 Sekunden auf Landsmann Andreas Klöden erfolgreich.

"Meine größte Sorge war, dass ich in einen Unfall verwickelt werden oder stürzen könnte. Es war kalt und die Straßen wegen des Regens sehr rutschig", sagte Martin, der sich als vierter Deutscher nach Rolf Wolfshohl (1968), Klöden (2000) und Jörg Jaksche (2004) in die Siegerliste eintrug und die Nachfolge des dreimaligen Toursiegers Alberto Contador antrat.

Auf einen Angriff seiner beiden ärgsten Verfolger im Gesamtklassement, Klöden und Bradley Wiggins (Großbritannien), hatte sich Martin vor der Schlussetappe nicht eingestellt. "Ich glaube, sie waren mit ihren Platzierungen zufrieden. Sie wussten, dass ich die Beine habe, um ihnen zu folgen. Deshalb habe ich keine Attacke erwartet", so Martin.

Die achte und letzte Etappe gewann am Sonntag der französische Straßenrad-Meister Thomas Voeckler vor dem Italiener Diego Ulissi und seinem Landsmann Julien El-Fares.

Martin wehrte die Angriffe der Konkurrenz auf dem schweren Schlussstück über je zwei Berge der ersten und zweiten Kategorie souverän ab.

Mit seinem Sieg bei Paris-Nizza feierte der Youngster vom Team HTC-Highroad bereits seinen zweiten Rundfahrt-Sieg in diesem Jahr.

Erst vor drei Wochen hatte Martin die Algarve-Rundfahrt gewonnen und sich dabei unter anderem gegen Alberto Contador fortgesetzt.

Den Grundstein zum Gesamtsieg hatte Martin mit seinem Triumph beim Einzelzeitfahren am Freitag gelegt. In den Bergen ließ sich der WM-Dritte dann nicht mehr abschütteln.

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