Matthew Goss hat als erster Australier die 102. Auflage des Frühjahrsklassikers Mailand-San Remo gewonnen.

Der frühere Edelhelfer des deutschen Topsprinters Andre Greipel setzte sich nach 298 km vor Zeitfahr-Weltmeister Fabian Cancellara und dem Belgier Philippe Gilbert im Sprint einer achtköpfigen Spitzengruppe durch.

Deutsche Fahrer spielten im Finale keine Rolle.

Der 24-jährige Goss war der einzige Sprinter, der beim letzten Anstieg am Poggio den Klassikerspezialisten folgen konnte. Im Finale hatte Goss keine Probleme, den größten Sieg seiner Karriere einzufahren. "Ich wusste, dass ich gut drauf bin und ein gutes Resultat einfahren kann. Aber dass ich das Rennen gewinne, ist unglaublich", sagte Goss.

Die deutschen Trümpfe stachen indes nicht. Greipel konnte sich genauso wie sein großer Rivale und früherer Teamkollege Mark Cavendish bei seiner Mailand-San-Remo-Premiere nicht im Vorderfeld platzieren.

Der Deutsch-Australier Haussler, der 2009 in einer Millimeter-Entscheidung gegen Cavendish das Nachsehen hatte, musste sich 27 Sekunden zurück mit Platz 18 begnügen.

Bei den Seriensiegern von HTC durfte indes der nächste große Erfolg gefeiert werden.

"Matthew hat im Finale taktisch alles richtig gemacht. Das war genauso clever wie vor zwei Jahren Cavendish gegen Haussler", sagte Sportdirektor Rolf Aldag. "Wir hatten den Vorteil, dass Matthew nichts machen musste, weil wir hinten noch Cavendish in der Gruppe hatten."

Damit holte der Nachfolge-Rennstall des einstigen T-Mobile-Teams den nächsten wichtigen Sieg im Jahr 2011, nachdem Tony Martin bereits die Algarve-Rundfahrt und Paris-Nizza gewonnen hatte.

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