Im Dopingfall Patrik Sinkewitz wird erstmals die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) federführend bei einem Sanktionsverfahren im Radsport sein.

"Im Endeffekt wird es die NADA machen. Wir haben ein Abkommen mit der NADA beschlossen, dass das Ergebnismanagement rückwirkend zum 1. Januar 2011 an die NADA übertragen wird", sagte Udo Sprenger als Vizepräsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR).

Aktuell liegt der Fall beim Radsport-Weltverband UCI. Sinkewitz hat nun die Möglichkeit, die Öffnung der B-Probe zu beantragen. Danach wird der Fall an den BDR als zuständigem Verband und schließlich an die NADA weitergeleitet.

"Wir stehen in Kontakt mit dem BDR und werden zu gegebener Zeit das Ergebnismanagement übernehmen", ergänzte NADA-Sprecher Berthold Mertes. Die NADA wäre dann auch die Institution, die eine Strafe beantragen müsste. Das Urteil würde dann die Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit (DIS) treffen.

Sinkewitz war am 27. Februar beim GP di Lugano als erster Radprofi überhaupt positiv auf das Wachstumshormon HGH getestet worden. Als Wiederholungstäter droht ihm nun eine lebenslange Sperre.

Der frühere T-Mobile-Profi war 2007 positiv auf Testosteron getestet worden, hatte aber dank der Kronzeugenregelung nur eine Ein-Jahres-Sperre erhalten.

Sinkewitz' aktuelles Team Farnese Vini-Neri schloss sich der vorläufigen Suspendierung durch die UCI an. "Wir warten auf die Analyse der B-Probe, um den Athleten im Falle einer Bestätigung zu entlassen", teilte der Rennstall mit.

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