Dopingsünder Riccardo Ricco wird erst am 13. April von der Anti-Doping-Staatsanwaltschaft des italienischen Olympischen-Komitees CONI vernommen. Ursprünglich war der Termin für den kommenden Freitag (1. April) vorgesehen.

Die CONI-Staatsanwaltschaft nahm am Dienstag einen Antrag des 27-Jährigen auf Verschiebung der Vernehmung an. Ricco wird ein Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln vorgeworfen. Der Kletterspezialist war im Februar zwölf Tage lang wegen einer missglückten Eigenbluttransfusion behandelt worden. Ricco hatte sein Blut 25 Tage lang zu Hause unsachgemäß im Kühlschrank gelagert.

Die Staatsanwaltschaft von Modena leitete gegen den Profi eine Untersuchung ein. Ricco, der von seinem niederländischen Team Vacansoleil entlassen wurde, hat bereits das Ende seiner Karriere angekündigt.

Der Italiener war schon 2008 wegen Dopings bei der Tour de France für 20 Monate gesperrt worden. Damals verwendete er die Epo-Variante CERA. Bei einem zweiten positiven Dopingbefund wird ein Sportler im Normalfall lebenslänglich gesperrt.

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