Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hat sich für härtere Strafen und schnelleres rechtliches Vorgehen bei Dopingsündern ausgesprochen.

BDR-Vizepräsident Manfred Schwarz schloss sich dem jüngsten Vorstoß des Paris-Nizza-Siegers Tony Martin, der für eine Verdopplung der Mindestsperre von zwei auf vier Jahre plädiert hatte, an. "In der Tat müssen schärfere Sanktionen greifen und die jeweilige juristische Bearbeitung zukünftig schneller vonstatten gehen", sagte Schwarz.

Dabei gehe es auch um die Außendarstellung der Sportart. "Für ertappte Sünder muss die Bestrafung möglichst auf dem Fuße folgen. Alles andere wird in der medialen Öffentlichkeit - fälschlicherweise - bisweilen als 'Verschleppung angesehen", sagte Schwarz.

Ziel sei es, Dopingverstöße innerhalb von drei Monaten sportjuristisch abzuarbeiten. Die härteren Maßnahmen sollen möglich sein, wenn die Einnahme von "schweren Dopingmitteln" wie dem Blutdopingmittel Epo, Wachstumshormonen oder die Durchführung von Bluttransfusionen nachgewiesen werden.

Radprofi Martin hatte sich am Sonntag für eine Verlängerung der Dopingsperren ausgesprochen und öffentlich die Sauberkeit seiner Konkurrenten angezweifelt: "Stutzig werde ich, wenn mir jemand mit ähnlichem Gewicht drei, vier Minuten abnimmt. Du fährst drei Bergpässe, und am vierten zieht einer davon, ohne das Gesicht zu verziehen."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel