Der geständige Ex-Doper Jörg Jaksche nimmt die erneute Affäre des Kronzeugen-Kollegen Patrik Sinkewitz zum Anlass für eine erneute Abrechnung mit der Szene.

Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" zeigte sich der 34-Jährige nicht überrascht von Sinkewitz' Rückfall, den er mit Systemzwang erklärt.

"Für mich war das immer möglich", so Jaksche: "Weil der Fahrer eben in seine Petrischale zurückkehrt, quasi in sein Bakterienbecken, wo das alles gedeiht." Sinkewitz' Verhalten sei "nachzuvollziehen".

Jaksche erklärte außerdem, eigene Comeback-Bestrebungen wegen der Affäre Sinkewitz ad acta gelegt zu haben.

Er habe den Kontakt zum neuen Team Christina Watches-Onfone abgebrochen, weil ihm "mit den Fällen Ricco und nun Sinkewitz klar geworden" wäre, dass er sich auch der Gefahr ausgesetzt hätte, rückfällig zu werden: "Ich glaube fast, mir wäre das auch passiert."

Sinkewitz ist in A- und B-Probe positiv auf die Einnahme eines Wachstumshormons getestet worden, er bestreitet, wieder wissentlich gedopt zu haben.

Jaksche hält es für einen "komischen Zufall", dass gerade Kronzeuge Sinkewitz der erste HGH-Fall des Radsports ist: "Die Leute, denen er Stress gemacht hat, haben vielleicht mal die Chance genutzt, ihn komplett aus dem Sport rauszunehmen."

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