Italiens Anti-Doping-Chefankläger Ettore Torri will in den nächsten Tagen die Radprofis Damiano Cunego und Alessandro Ballan vorladen.

Auch Lampre-Teamchef Giuseppe Saronni soll vor Italiens Olympia-Komitee CONI in Zusammenhang mit einem ausgedehnten Dopingskandal befragt werden, der derzeit die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Mantua beschäftigt.

Torri überprüft derzeit die Vorwürfe der lombardischen Staatsanwälte gegen die beiden italienischen Radprofis und Saronni.

Sollte es unbestreitbare Beweise geben, will der CONI-Chefankläger das Anti-Doping-Gericht dazu aufrufen, eine vorläufige Suspendierung der Fahrer zu beschließen. Das berichtet die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport". In diesem Fall würden dem Lampre-Team die Tore zum nächsten Giro d'Italia versperrt bleiben.

Ballan, der 2007 die Flandern-Rundfahrt gewann und 2008 Weltmeister wurde, wird eine Eigenbluttransfusion vor dem Giro d'Italia 2009 vorgeworfen, an dem der 31-Jährige jedoch nicht teilgenommen hatte.

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