Radprofi Riccardo Ricco hat bei einem Verhör durch die Anti-Doping-Staatsanwaltschaft des italienischen Olympia Komitees CONI den Unwissenden gespielt.

Der Kletterspezialist bestritt die Behauptungen eines Arztes, wonach er ihm eine fehlgeschlagene Bluttransfusion gestanden habe. "Das ist alles erfunden. Der Arzt sagt etwas, ich bestreite es. Mir ging es schlecht, ich weiß nicht, was ich gesagt habe", sagte Ricco.

Dem bereits 2008 überführten Italiener wird der neuerliche Verstoß gegen Anti-Doping-Richtlinien vorgeworfen.

Ricco war im Februar zwölf Tage lang wegen einer missglückten Eigenbluttransfusion intensiv behandelt worden. Er soll sein Blut 25 Tage lang unsachgemäß zu Hause im Kühlschrank gelagert haben.

Beim Verhör durch CONI-Chefankläger Ettore Torri erklärte Ricco, er habe nichts zu verheimlichen. Er bestritt, dass er wie in den vergangenen Wochen angekündigt seine Karriere beenden wolle. "Ich bin auf der Suche nach einem Team. Ich will Rennen fahren. Ich habe viele Briefe meiner Fans erhalten, die mich aufgefordert haben weiterzumachen", meinte Ricco.

Der 27-Jährige war im Februar von seinem niederländischen Team Vacansoleil entlassen wurde. "Ich bin entlassen worden, ich bin frei. Ich hoffe, dass ich wieder für ein Team fahren kann", so Ricco.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel