Der Weltverband UCI hat vor einem ordentlichen Gericht in der Schweiz Klage gegen den geständigen Dopingsünder Floyd Landis eingereicht.

Das teilte der Weltverband am Mittwoch mit. Die UCI begründete ihren Schritt mit "wiederholten, schwerwiegenden Attacken und inakzeptablen Äußerungen" gegenüber Präsident Pat McQuaid und dessen Vorgänger Hein Verbruggen.

Der Amerikaner Landis hatte schwerwiegenden Korruptionsvorwürfe erhoben. Er hatte im Zuge der Anschuldigungen gegen den siebenmaligen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong behauptet, dass die UCI bestimmte Fahrer schütze. Ihn würde es nicht überraschen, wenn es beim Weltverband Bestechungen und Manipulationen gegeben habe.

Bereits während der Tour 2010 hatte die UCI eingeräumt, Spenden von Armstrong in Höhe von 125.000 Dollar erhalten zu haben. Dass mit dem Geld, wie von Landis behauptet, ein positiver Dopingtest Armstrongs vertuscht worden sei, wies die UCI aber zurück.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass Armstrong die Frist für juristische Schritte gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Landis verstreichen ließ. Nach kalifornischem Recht hatte Armstrong 365 Tage Zeit, gegen die im vergangenen Mai von Landis veröffentlichten Dopingvorwürfe gegen ihn vorzugehen. Diese Frist war am Sonntag verstrichen.

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