Die Radprofis Alexander Winokurow (Kasachstan), Iban Mayo (Spanien) und Cristian Moreni (Italien) müssen nach ihren Dopingverstößen während der Tour de France 2007 keine strafrechtlichen Konsequenzen in Frankreich mehr fürchten. Das teilte die zuständige Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Der Weltverband UCI hatte zuletzt die Freigabe von Blut- und Urinproben der drei Fahrer abgelehnt, obwohl die Staatsanwaltschaft im Besitz von Ermittlungsberechtigungen war. Damit konnte den Profis formal kein Verstoß gegen das französische Gesetz nachgewiesen werden, wodurch das Gericht keine Alternative zu einem Freispruch hatte.

Winokurow war an einem Ruhetag während der Tour 2007 in Pau Fremdblut-Doping nachgewiesen worden, bei Moreni wurden erhöhte Testosteron-Werte gefunden. Mayo wurde nach Ende der Tour des Missbrauchs mit dem Blutdopingmittel EPO überführt. Noch während der Rundfahrt war der deutsche Profi Patrik Sinkewitz vom damaligen Team T-Mobile positiv auf Testosteron getestet worden.

Den Skandal machte Michael Rasmussen perfekt. Der Däne wurde als Träger des Gelben Trikots vier Tage vor der Zielankunft in Paris von seinem Rabobank-Team suspendiert, nachdem er über seine Aufenthaltsorte bei Trainingskontrollen mehrmals die Unwahrheit gesagt hatte. Rasmussen wurde für zwei Jahre gesperrt.

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