Der belgische Radprofi Wouter Weylandt ist nach seinem schweren Sturz auf der dritten Etappe des Giro d'Italia seinen Verletzungen erlegen.

Das bestätigte sein Team Leopard-Trek. "Wir haben einen Freund verloren", hieß in der Pressemitteilung. Es war der vierte Todesfall in der 102-jährigen Geschichte der Italien-Rundfahrt.

Der 26-Jährige kam in der Schlussphase bei der Abfahrt vom Bocco-Pass heftig zu Fall und blieb blutüberströmt und regungslos auf dem Asphalt liegen.

Weylandt erhielt noch auf der Straße eine Herzmassage, ehe er mit dem Helikopter ins Krankenhaus abtransportiert wurde.

Im Vorjahr hatte Weylandt die dritte Giro-Etappe gewonnen. Die Siegerehrungen wurden abgesagt.

Das sportliche Geschehen trat in den Hintergrund.

Den Sieg auf dem 173 km langen Teilstück von Reggio Emilia nach Rapallo sicherte sich der Spanier Angel Vicioso vom Team Androni Giocattoli vor dem schottischen Zeitfahr-Spezialisten David Millar (Garmin), der damit das Rosa Trikot des Gesamtführenden vom Engländer Mark Cavendish (HTC-Highroad) übernahm.

Sebastian Lang (Sonneberg) vom Team Omega Pharma Lotto musste das Grüne Trikot des Führenden in der Bergwertung nach nur einem Tag an den Italiener Gianluca Brambilla abgeben, der sich als Mitglied einer vierköpfigen Ausreißer-Quartetts den Bergpreis auf dem 957 m hohen Bocco-Pass sicherte.

Das Quartett hatte zwischenzeitlich sechs Minuten Vorsprung heraus gefahren, ehe es zwölf Kilometer vor dem Ziel vom Hauptfeld eingeholt wurde.

Die vierte Etappe führt am Dienstag über 213 km die italienische Westküste entlang von Quarto dei Mille om Osten Genuas nach Livorno.

Die Rundfahrt endet nach 21 Teilstücken am 29. Mai mit einem Einzelzeitfahren traditionell in Mailand.

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