Der Tod des 26 Jahre alten belgischen Radprofis Wouter Weylandt auf der dritten Etappe des Giro d'Italia hat auch bei Freddy Nolf alte Wunden aufgerissen.

"Wouter war der beste Freund von Freddys Sohn Frederiek, der während der Katar-Rundfahrt 2009 im Schlaf starb", sagte Walter Planckaert, Teamchef des belgischen Radrennstalls Topsport Vlaanderen.

"Ich habe gerade mit Frederieks Vater telefoniert. Der Mann ist gebrochen. Da sind zwei Freunde, die auf wirklich tragische Weise ums Leben kamen", so Planckaert weiter.

Frederiek Nolf war in der Nacht vor der fünften Etappe der Katar-Rundfahrt am 5. Februar 2009 in einem Hotelzimmer gestorben - fünf Tage vor seinem 22. Geburtstag.

Die Ärzte hatten eine natürliche Todesursache diagnostiziert, weshalb Vater Freddy Nolf auf eine Obduktion verzichtete.

Nolfs Eltern haben den Schicksalsschlag bis heute nicht überwunden.

"Wir sind nicht in der Lage, damit umzugehen", sagte Mutter Mimi Vandekerckhove im Vorjahr zu "Sportwereld.be": "Ich zeige es nicht, aber im Inneren bin ich erschüttert, für den Rest meines Lebens. Es ist ein Albtraum. Manchmal höre ich ihn nach Hause kommen, sein Bett knarrt. Wenn es nur wahr wäre."

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