Mit einer Etappe unter Tränen haben die Radprofis beim Giro d'Italia des verünglückten Belgier Wouter Weylandt gedacht.

Mit den trauernden Teamkollegen des tödlichen verunglückten Belgiers an der Spitze beendeten die sichtlich mitgenommenen Fahrer eine Etappe, die in die Geschichte des Giro d'Italia eingehen wird.

Tränen, Schweigen und Bestürzung statt des üblichen Spektakels bestimmten das Bild in der italienischen Küstenstadt.

"Das war für uns alle keine normale Etappe. Wir widmen Wouter diesen Tag, wir sind nur ihm zu Ehren gefahren", sagte der italienische Meister Giovanni Visconti stellvertretend für das gesamte Feld: "Wir wollten die Trauer mit der Radsportfamilie teilen. Nur deshalb sind wir heute gefahren."

Die vierte Etappe war zuvor neutralisiert worden und ging nicht in die Gesamtwertung ein. Jedes Team führte jeweils für zehn Kilometer das Feld an, zudem gab es wie schon am Montag keine Siegerehrung, die Fahrer trugen Trauerflor.

Begonnen hatte die traurige Etappe mit einer Schweigeminute, die wohl keiner der Beteiligten so schnell vergessen wird. Im Hafen von Genua spielte eine Militärkapelle einen Trauermarsch, ehe Fahrer, Zuschauer und Offizielle zum Teil mit Tränen in den Augen des Toten gedachten.

Anschließend ging es für den von Weylandts Leopard-Team angeführten Tross in Richtung Livorno, am Straßenrand erinnerten immer wieder Fans mit Weylandts Rückennummer "108" in den Händen und riesigen Trikots an den 26-Jährigen.

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