Der Spanier Francisco Ventoso hat sich im Massensprint den Sieg auf der sechsten Etappe des Giro d'Italia gesichert.

Der Fahrer des Teams Movistar gewann nach 216 km über hügeliges Terrain von Orvieto nach Fiuggi vor Alessandro Petacchi (Lampre).

Der italienische Sprintstar hatte seinen zweiten Tagessieg bei der diesjährigen Rundfahrt schon dicht vor Augen, ehe ihn wenige Meter vor dem Ziel offenbar die Kräfte verließen.

Bester Deutscher wurde der Kölner Gerald Ciolek (Quick Step) als Achter. Die Führung im Gesamtklassement behielt der Niederländer Pieter Weening vom Team Rabobank.

"Diese Etappe hatte ich mir vorgemerkt. Der Spurt war sehr hart. Als ich merkte, dass sich Petacchi an meinem Hinterrad befand, rechnete ich nicht mehr damit, dass ich gewinnen würde", sagte Sieger Ventoso.

Bestimmt wurde die Etappe von einer fünfköpfigen Ausreißergruppe um Jaroslaw Popowitsch (Ukraine/Team Radioshack), den früheren Helfer des siebenmaligen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong (USA).

Das Quintett hatte sich nach 14 km zusammengefunden und lag maximal knapp sechs Minuten vor dem Hauptfeld.

Nachdem aus dem Quintett ein Trio geworden war und der Vorsprung auf das große Feld, in dem die Sprinterteams das Tempo hochhielten, immer weiter schmolz, setzte der Belgier Kristof Vandewalle (Quickstep) auf der letzten Steigung rund acht Kilometer vor dem Zielort alles auf eine Karte und setzte sich von seinen beiden Begleitern ab.

Zwei Kilometer vor dem Ziel wurde Vandewelle nach seiner rund 200 km langen Flucht vom Feld eingeholt und ebnete damit den Weg für Ventosos fünften Saisonsieg.

Die siebte Etappe führt am Freitag über 110 km von Maddaloni nach Montevergine di Mercogliano und endet mit der ersten Bergankunft der diesjährigen Rundfahrt.

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