Der Belgier Bart De Clercq hat beim Giro d'Italia mit dem größten Sieg seiner Profikarriere das erste Kräftemessen im Hochgebirge für sich entschieden.

Der 24 Jahre alte Teamkollege von Sebastian Lang im Team Omega Pharma Lotto setzte sich nach 110 km von Maddaloni nach Montevergine Di Mercogliano bei der ersten von acht Bergankünften knapp vor Lampre-Kapitän Michele Scarponi (Italien) durch.

Auch die anderen Favoriten um den dreimaligen Tour-de-France Sieger und Giro-Gewinner von 2008 Alberto Contador (Spanien) kamen zeitgleich mit dem Sieger ins Ziel.

Die deutschen Fahrer hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. In der Gesamtwertung verteidigte der Niederländer Pieter Weening (Rabobank) seinen Zwei-Sekunden-Vorsprung auf den Weißrussen Konstantin Siwzow (HTC-Highroad).

"Als ich angriff, habe ich nicht an den Sieg gedacht. Besonders auf dem letzten Kilometer musste ich schwer kämpfen", sagte Tagessieger De Clercq.

Ein Führungssextett um den letztjährigen französischen Etappensieger Jerome Pineau (Quick Step) und den italienischen Straßenmeister Giovanni Visconti (Farnese) ging mit einer knappen Minute Vorsprung auf den 17,1 km langen und durchschnittlich 5 Prozent steilen Schlussanstieg.

Der letzte Fahrer des Sextetts wurde acht Kilometer vor dem Ziel eingeholt. Unmittelbar danach griff De Clercq an und rettete einen knappen Vorsprung vor dem heranrasenden Favoritenfeld über die Ziellinie.

Die achte Etappe führt am Samstag über weitgehend flache 217 km von Sapri nach Tropea.

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