Lance Armstrongs früherer Teamkollege Tyler Hamilton (USA) hat im Gespräch mit dem US-Nachrichtensender "CBS" behauptet, er habe oft dabei zugesehen, wie sich der siebenmalige Tour-Sieger Epo selbst Epo injizierte.

"Es lag immer in seinem Kühlschrank", sagte der zweimal des Dopings überführte Hamilton: "Ich habe mehrfach gesehen, wie er sich gespritzt hat, das erste Mal vor seinem ersten Tour-Sieg 1999."

Armstrong habe damals einfach nur das getan, "was wir alle getan haben, fast das gesamte Peloton. Epo, Testosteron, Bluttransfusionen."

Armstrong wies die Anschuldigungen via Twitter zurück.

"Eine Karriere über 20 Jahre. 500 Dopingkontrollen weltweit, im Wettbewerb und im Training. Niemals ein positiver Test. Der Fall ist erledigt", twitterte der 39-Jährige, der seine Laufbahn im Februar 2011 endgültig beendet hatte.

Hamilton ist nicht der einzige ehemalige Weggefährte Armstrongs, der dem Texaner jahrelangen Dopingmissbrauch vorwirft.

Im vergangenen Jahr hatte Floyd Landis aus der gemeinsamen Zeit mit Armstrong bei US Postal berichtet, dieser habe permanent und systematisch gedopt.

Bereits 2006 hatte der Neuseeländer Stephen Swart, einst Armstrongs Teamkollege bei Motorola, über die Dopingpraktiken des Texaners berichtet.

Dieser habe das Thema Epo überhaupt erst zur Sprache gebracht und die jungen Fahrer ständig gedrängt, es zu versuchen.

Armstrong hat sämtliche Anschuldigungen stets bestritten.

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