Die Anhörung des spanischen Radprofis Alberto Contador vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS könnte nun doch erst nach der Tour de France (2. bis 24. Juli) stattfinden.

Das sagte Jacinto Vidarte, Sprecher des dreimaligen Tour-Siegers, am Donnerstag der Nachrichtenagentur "Reuters".

Die Anhörung in Lausanne, in der sich der 28-Jährige vom Team Saxo Bank wegen des positiven Dopingtests während der Tour de France 2010 verantworten muss, war ursprünglich für den Zeitraum vom 6. bis 8. Juni angesetzt.

"Es ist klar, dass dieser Termin nicht mehr zutreffend ist. Aber noch steht nicht fest, ob die Anhörung trotzdem noch vor der Tour de France durchgeführt wird", sagte Vidarte.

In der kommenden Woche werde es ein Treffen geben, bei dem mögliche Termine der Anhörung diskutiert werden. Der CAS und der Weltverband UCI gaben zu den neuen Entwicklungen keine Erklärungen ab.

Contador war 2010 positiv auf das verbotene Anabolikum Clenbuterol getestet worden.

Weil der spanische Verband RFEC den dreimaligen Tour-Sieger aber von jeglichem Fehlverhalten freigesprochen hatte, gingen die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und der UCI in Berufung und brachten den Fall vor den CAS.

Contador, der zurzeit die Gesamtwertung des Giro d'Italia anführt, begründet den positiven Befund mit dem Verzehr von kontaminiertem Fleisch.

Bei einem Schuldspruch würde Contador nicht nur für zwei Jahre gesperrt, sondern bekäme auch seinen Tour-Sieg von 2010 aberkannt.

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