Lance Armstrong ist während der Tour de Suisse 2001 nach Angaben des zuständigen Laborleiters nicht positiv getestet worden.

Martial Saugy, Leiter des Anti-Doping-Labors in Lausanne, sagte in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung", es habe lediglich "suspekte Proben" gegeben, die auch nicht Armstrong zugeschrieben werden konnten.

"Wenn ich mich richtig erinnere, waren es vier Proben. Sie wurden auf verschiedenen Etappen genommen, deshalb weiß ich nicht, ob sie vier verschiedene Fahrer betrafen oder alle von einem Athleten stammten. Die Tests wurden aber nicht unter den Tisch gewischt, und es stimmt auch nicht, dass die Resultate als positiv hätten interpretiert werden können", sagte Saugy:

"Sie waren suspekt, und mit diesem Argument allein hat man vor Gericht keine Chance."

Und Saugy weiter: "Wenn bei vier unabhängigen Proben viermal das gleiche abnormale Bild entsteht, spricht das für eine natürliche, körperliche Ursache. Denn es ist nicht möglich, mit Doping viermal genau das gleiche Testresultat zu erreichen, auch wenn man versucht, sich an die Grenzen des Tests heranzudopen."

Armstrongs ehemaliger Teamgefährte Tyler Hamilton hatte den siebenmaligen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong und auch den Weltverband UCI schwer belastet.

"Ich weiß, dass er einen positiven Test hatte", hatte Hamilton in der TV-Sendung "60 Minutes" im US-Sender "CBS" gesagt:

"Ich kenne nicht alle Details, aber Leute aus Lances Team und Leute von der anderen Seite, ich glaube Leute aus dem Verband, haben einen Weg gefunden, darüber hinwegzusehen. Das hat Lance mir erzählt."

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