Der spanische Topfavorit Alberto Contador steht unmittelbar vor seinem zweiten Gesamtsieg beim Giro d'Italia.

Der dreimalige Tour-Champion vom Team Saxo Bank hielt auf der letzten Bergetappe über 242 km nach Sestriere als Achter souverän seine Kontrahenten im Kampf um das Rosa Trikot in Schach und geht mit weiterhin 5:18 Minuten Vorsprung auf den Italiener Michele Scarponi (Lampre) in den Schlusstag.

Die 94. Auflage der Italien-Rundfahrt endet am Sonntag mit einem 31,3 km langen Einzelzeitfahren traditionell in Mailand.

"Wir sind heute kein Risiko eingegangen. Albertos Hauptaugenmerk lag darauf, seine Rivalen im Auge zu behalten und nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Er ist ein beeindruckendes Rennen gefahren", sagte Saxo-Bank-Sportdirektor Philippe Mauduit.

Den Sieg bei der Bergankunft auf 2035 m Höhe sicherte sich der Weißrusse Wassil Kiryjenka (Movistar), Teamkollege des am Montag tödlich verunglückten Spaniers Xavier Tondo.

Kiryjenka hatte nach 6:17:03 Stunden stolze 4:43 Minuten Vorsprung auf den Venezolaner Jose Rujano Guillen (Androni).

Scarponi kam auf Platz sechs zeitgleich mit Contador und 5:58 Minuten hinter Kiryjenka ins Ziel.

Der Erfurter Sebastian Lang (Omega Pharma-Lotto) wurde mit 14:45 Minuten Rückstand 49., Patrick Gretsch (ebenfalls Erfurt/HTC-Highroad) kam als 153. von 159 Fahrern ins Ziel (42:38 zurück).

Einen historischen Dreifach-Triumph wird Contador allerdings verpassen. Neben dem Rosa Trikot des Gesamtführenden ist dem Spanier zwar auch der Sieg in der Punktewertung nicht mehr zu nehmen, in der Bergwertung kann er aber als Zweiter nicht mehr am Italiener Stefano Garzelli vorbeziehen.

Der Hattrick ist beim Giro bislang nur dem "Kannibalen" Eddy Merckx 1968 gelungen.

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