Der unter Dopingverdacht stehende Radprofi Riccardo Ricco bekommt eine neue sportliche Chance und setzt seine Karriere im drittklassigen kroatischen Meridiana-Kamen-Team fort.

Der 27 Jahre alte Kletterspezialist trainiert bereits, um an der am 13. Juni beginnenden Serbien-Rundfahrt teilnehmen zu können. Das berichtet die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport".

Ricco war am 6. Februar nach einer missglückten Eigenbluttransfusion in kritischem Gesundheitszustand in ein Krankenhaus in Modena eingeliefert worden. Er soll sein Blut 25 Tage lang unsachgemäß zu Hause im Kühlschrank gelagert haben.

Nach Aussage eines Arztes habe Ricco damals die Transfusion gestanden, der Radprofi selbst bestritt dies allerdings. Die Staatsanwaltschaft Modena und der Chefankläger des italienischen NOK, Ettore Torri, ermitteln nach wie vor in dem Fall.

Sein damaliges Team Vacansoleil hatte Ricco entlassen. Der Italiener wollte seine Laufbahn daraufhin sofort beenden, überlegte es sich später aber anders. "Ricco ist nicht gesperrt, daher kann er auch Rennen fahren. Seine Rückkehr ist allerdings keine gute Nachricht", sagte der Präsident des italienischen Radsportverbandes, Renato Di Rocco.

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