Die Gesundheitskommission des italienischen Radsportverbands hat am Mittwoch den unter Dopingverdacht stehenden Radprofi Riccardo Ricco suspendiert. Der Beschluss wurde ergriffen, um die Gesundheit des 27-Jährigen zu schützen, hieß es in einer Pressemitteilung.

Der Radprofi wollte mit dem drittklassigen kroatischen Meridiana-Kamen-Team an der am kommenden Montag beginnenden Serbien-Rundfahrt teilnehmen. Auch Italiens Olympisches Komitee (CONI) beschäftigt sich mit dem Fall Ricco und könnte in den kommenden Tagen eine Sperre für den Italiener beschließen, der am 6. Februar nach einer missglückten Eigenbluttransfusion in kritischem Gesundheitszustand in ein Krankenhaus in Modena eingeliefert worden war.

Er soll sein Blut 25 Tage lang unsachgemäß zu Hause im Kühlschrank gelagert haben.

Nach Aussage eines Arztes habe Ricco damals die Transfusion gestanden, der Radprofi selbst bestritt dies allerdings. Die Staatsanwaltschaft Modena und der CONI-Chefankläger Ettore Torri ermitteln nach wie vor in dem Fall.

Sein damaliges Team Vacansoleil hatte Ricco entlassen. Der Italiener wollte seine Laufbahn daraufhin sofort beenden, überlegte es sich später aber anders.

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