Deutschlands Radsport-Hoffnung Tony Martin hat sich beim traditionsreichen Rennen Criterium du Dauphine eindrucksvoll zurückgemeldet.

Nach zuvor enttäuschenden Ergebnissen entschied der Kreuzlinger das Einzelzeitfahren über 42,5 Kilometer durch Grenoble mit elf Sekunden Vorsprung auf den britischen Zeitfahrspezialisten Bradley Wiggins und den Norweger Edvald Boasson Hagen (43 Sekunden/beide Sky) für sich.

"Ich hatte hier einen harten Start und musste erstmal in das Rennen reinkommen. Aber ich habe heute meinen Rhythmus gefunden und es wird stetig besser", sagte Martin, der für das Team HTC-Highroad unterwegs ist.

Damit hat Martin die Generalprobe für die Tour de France (2. bis 24. Juli) mit Bravour bestanden. Auf der selben Strecke findet bei der Frankreich-Rundfahrt das einzige Einzelzeitfahren des Rennens statt.

"Es war heute sicher ein guter Test. Der Sieg bedeutet mir viel und ich schöpfe daraus viel Selbstvertrauen für die Tour. Aber dort werde ich noch ein bisschen schneller fahren müssen, denn das Feld wird noch stärker sein", sagte Martin und nannte Zeitfahrweltmeister Fabian Cancellara (Schweiz) als Beispiel.

Auf der Großen Schleife peilt Martin eine Platzierung unter den Top 10 an. Bei der Dauphine-Rundfahrt liegt er mit über zehn Minuten Rückstand auf den Gesamtführenden Wiggins auf Platz 90.

Das Criterium du Dauphine ist einer der letzten Härtetests vor der Tour de France. Die vierte Etappe des Klassikers führt am Donnerstag über 173,5 km von La Motte-Servolex nach Macon.

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