Hans Holczer, der frühere Teamchef des ehemaligen Radrennteams Gerolsteiner, hat den dopingbelasteten Spanier Alberto Contador für dessen angekündigten Start bei der diesjährigen Tour de France scharf attackiert.

"Dass er seinen Start mit juristischen Mittel durchdrückt, zeigt nur, wie wenig er an die Sportart denkt, von der er lebt, und wie wenig an seine Kollegen, die von ihr leben", sagte Holczer in einem Interview mit den "Stuttgarter Nachrichten".

"Contador zeigt blanken, grenzenlosen Egoismus, und dann diskreditiert er mit der Erklärung, er habe ein verseuchtes Steak gegessen, auch noch die ganze spanische Fleischindustrie. Aber das passt 100 Prozent zu der Parallelwelt, in der solche Leuten leben", meinte Holczer.

Die Veranstalter der Tour de France seien machtlos.

Sie können laut Holczer "nichts tun, außer ihn noch mal erwischen. Das wäre der größte Sieg für die Tour."

Der dreimalige Tour-Sieger Contador war 2010 positiv auf das verbotene Anabolikum Clenbuterol getestet worden und begründete damals den positiven Befund mit dem Verzehr von kontaminiertem Fleisch.

Eine ursprünglich für den Zeitraum vom 6. bis 8. Juni anberaumte Anhörung vor dem CAS wurde auf den 1. bis 3. August verlegt. Der CAS wollte damit den Parteien mehr Zeit zur Vorbereitung geben.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel