Der Kolumbianer Juan Mauricio Soler befindet sich nach seinem schweren Sturz auf der sechsten Etappe der 75. Tour de Suisse in einem "ernsten" Zustand.

Der 28 Jahre alte Movistar-Fahrer war nach einem Zusammenstoß mit einem Zuschauer bei Kilometer 33 bewusstlos auf der Strecke liegen geblieben und musste auf die Intensivstation gebracht werden.

"Es ist sehr ernst", sagte Teamarzt Alfredo Zuniga der Nachrichtenagentur "Reuters" und ergänzte: "Er ist nicht ansprechbar, aber glücklicherweise in einem stabilen Zustand. Momentan sieht es nicht so aus, dass es zu weiteren Komplikationen kommt."

Nach einer Mitteilung des Movistar-Teams hat Soler Kopfverletzungen, einen Knöchelbruch sowie diverse Prellungen und Frakturen erlitten.

Der Zuschauer hatte bei dem Zwischenfall auf dem 157,7 Kilometer langen Teilstück von Tobel-Tägerschen nach Triesenberg-Malbun nur leichte Verletzungen erlitten.

Für die größte Überraschung des Tages sorgte der Niederländer Steven Kruijswijk (Rabobank), der die etablierten Fahrer mit einer starken Leistung am Schlussanstieg düpierte und sich den Etappensieg holte.

Es ist der größte Erfolg in der Karriere des 23-Jährigen. Zweiter wurde mit neun Sekunden Rückstand Mitfavorit Levi Leipheimer (USA/Radio Shack) vor dem Italiener Damiano Cunego (Lampre/18 Sekunden).

Cunego fährt damit weiter im "Goldenen Trikot" des Gesamtführenden und bleibt bei drei verbleibenden Renntagen heißester Anwärter auf den Gesamtsieg.

Sein Vorsprung auf den Niederländer Bauke Mollema (Rabobank) beträgt 1:23 Minuten, Dritter ist Kruijswijk (1:36). Auch Vorjahressieger Frank Schleck aus Luxemburg (Leopard Trek/1:41) ist als Vierter noch in Schlagdistanz.

Die siebte Etappe führt am Freitag über 222,8 Kilometer von Vaduz in Liechtenstein ins österreichische Serfaus-Fiss-Ladis.

Höhepunkt der Etappe ist die Überquerung des 2383 Meter hohen Flüelapass bei Kilometer 125,5.

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