Dopingvergehen haben für Radprofis künftig auch über ihre aktive Karriere hinaus Konsequenzen.

Überführte Dopingsünder erhalten vom Radsport-Weltverband UCI ab dem 1. Juli keine Lizenz mehr, um nach dem Ende der Laufbahn für einen Rennstall zu arbeiten.

Das entschied die UCI am Freitag in Maastricht. Die Regelung gilt nicht rückwirkend, damit hat ein Verstoß gegen die Anti-Doping-Richtlinien erst nach Einführung der Regelung Konsequenzen.

Dabei gibt es allerdings eine Ausnahme. Sollte ein Fahrer für weniger als zwei Jahre gesperrt werden, darf er fünf Jahre nach dem Vergehen eine Position in einem Team einnehmen. Egal ob als Sportdirektor, Trainer, Arzt oder Mechaniker.

"Der UCI ist völlig klar, dass ein solcher Beschluss große Schwierigkeiten nach sich ziehen könnte. Damit soll aber noch einmal die Entschlossenheit zur Wahrnehmung aller Maßnahmen bei der Bekämpfung illegaler Praktiken in unserem Sport bestätigt werden", hieß es in einer Mitteilung der UCI.

Derzeit arbeiten in den Profi-Teams einige ehemalige Fahrer, die in ihrer Laufbahn auffällig geworden sind. Kim Andersen, Sportdirektor bei Leopard, ist in seiner Karriere dreimal positiv getestet worden.

Sein dänischer Landsmann Bjarne Riis, Teammanager beim Saxo-Bank-Rennstall, wurde zwar nie überführt. Der ehemalige Teamkollege von Jan Ullrich hat aber zugegeben, bei der Tour de France 1996 gedopt gewesen zu sein.

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