Die Straßenrad-Weltmeisterschaften im September in Kopenhagen werden ohne eine Vielzahl italienischer Topfahrer stattfinden.

Der italienische Radsport-Verband hat seine Maßnahmen gegen Doping verschärft.

Zukünftig dürfen Profis, die bereits wegen Dopings verurteilt wurden, nicht mehr bei Welt- oder Landesmeisterschaften an den Start gehen.

Das Startverbot soll zeitlich nicht begrenzt sein und gilt somit auch rückwirkend, das betonte der Vereinspräsident Renato di Rocco.

"Das ausufernde Problem des Dopings zwingt uns, nicht nur repressive, sondern auch vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen", sagte Di Rocco.

Jungen Fahrern, die künftig das Trikot des italienischen Meisters tragen wollten, solle klar sein, dass Doping nicht der Weg zum Erfolg sei.

Damit ist nahezu die gesamte italienische Radsport-Prominenz gesperrt.

Auch Alessandro Petachi, der als Favorit für die Straßenweltmeisterschaft gehandelt wurde, kann somit wegen eines Dopingvergehens von 2007 nicht starten.

Ivan Basso, Danilo di Luca, Michele Scarponi und Stefano Garzelli gehören ebenfalls zu den Betroffenen.

Di Luca will seine Teilnahme an den italienischen Meisterschaften, die am nächsten Wochenende in Aci Catena stattfinden, laut "Gazzetta dello Sport" allerdings einklagen.

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