Der unter Dopingverdacht stehende Radprofi Alberto Contador hat keine Angst, seinen Sieg bei der Tour de France 2010 nachträglich zu verlieren.

Der Spanier vom Team Saxo Bank sieht der von Anfang Juni auf den 1. bis 3. August verlegten Anhörung vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS gelassen entgegen.

"Ich kann mich leicht auf die Rennen konzentrieren. Ich habe großes Vertrauen in meine Anwälte und bin deshalb optimistisch. Ich mache mir definitiv keine Sorgen", sagte Contador in einem Interview mit dem belgischen TV-Sender "Sporza".

Contador muss sich wegen eines positiven Dopingtests während der Tour 2010 vor dem CAS in Lausanne verantworten.

Bei einem Schuldspruch würde er nicht nur zwei Jahre gesperrt, sondern auch seinen letzten Tour-Sieg sowie den Gewinn des Giro d'Italia 2011 verlieren.

Contador war im vergangenen Juli positiv auf Clenbuterol getestet worden. Nachdem der spanische Radsport-Verband RFEC den dreimaligen Tour-Sieger aber von jeglichem Fehlverhalten freigesprochen hatte, gingen die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und der Radsport-Weltverband (UCI) in Berufung und brachten den Fall vor den CAS.

Contador begründete damals den positiven Befund mit dem Verzehr von kontaminiertem Rindfleisch.

Der 28 Jahre alte Titelverteidiger hatte kürzlich offiziell seine Teilnahme an der Tour 2011 verkündet, die am 2. Juli beginnt.

Contador könnte von einer Regeländerung der WADA profitieren, die sich derzeit mit der Festlegung eines Grenzwertes für das Kälbermastmittel Clenbuterol befasst.

Schon im Laufe dieser Woche könnte es zu einer Entscheidung kommen, wenn eine WADA-Expertengruppe in Montreal/Kanada tagt. Der Beschluss über die neue Regel kann allerdings erst im September durch die WADA bestätigt werden.

Neben dem Chef der WADA, dem Neuseeländer David Howman, hatte auch Ex-Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer Contador vor einem Start bei der Frankreich-Rundfahrt abgeraten.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel