Tour-de-France-Direktor Christian Prudhomme hat sich erneut kritisch über die Arbeit des Internationalen Sport-Gerichtshofs CAS im Doping-Fall des dreimaligen Tour-Siegers Alberto Contador geäußert.

"Es ist schwer nachzuvollziehen, dass wir nach einem Jahr noch immer keine Entscheidung haben und bis nach der Tour warten müssen", sagte Prudhomme dem französischen Medium "rmc" und weiter: "Es gibt einen ungemeinen Zeitunterschied zwischen der Berichterstattung und der Rechtsprechung im Sport."

Die Anhörung in Lausanne, in der sich Contador wegen des positiven Dopingtests während der Tour de France 2010 verantworten muss, war ursprünglich für den Zeitraum vom 6. bis 8. Juni angesetzt.

Der CAS willigte aber ein, den Parteien mehr Zeit zur Vorbereitung zu geben und setzte für den 1. bis 3. August einen neuen Termin fest.

Prudhomme erklärte, die Organisatoren der "Großen Schleife" hätten keine Möglichkeit, den angekündigten Start des 28 Jahre alten Spaniers vom Team Saxo Bank bei der Tour (2. bis 24. Juli) zu verhindern.

"Die Rückkehr von Lance Armstrong vor zwei Jahren hat mir mehr Bauchschmerzen bereitet. Contador empfinden die Leute eher als angenhem", sagte Prudhomme.

Contador war 2010 positiv auf das verbotene Anabolikum Clenbuterol getestet worden. Weil der spanische Verband RFEC ihn aber von Fehlverhalten freigesprochen hatte, gingen die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und der Weltverband UCI in Berufung und brachten den Fall vor den CAS.

Contador begründete damals den positiven Befund mit dem Verzehr von kontaminiertem Fleisch.

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