Eine zweijährige Dopingstrafe gegen den spanischen Ex-Radprofi Roberto Heras ist nach fünf Jahren für ungültig erklärt worden.

Der Schritt kommt allerdings zu spät für den früheren Helfer des siebenmaligen amerikanischen Tour-de-France-Siegers Lance Armstrong: Der inzwischen 37-Jährige ist bereits zurückgetreten.

Berg-Spezialist Heras war 2006 wegen Epo-Missbrauchs für zwei Jahre gesperrt worden.

Dem damals 32-Jährigen war sein vierter Sieg bei der Vuelta aberkannt worden, nachdem er in A- und B-Probe positiv auf das als Blutdopingmittel verwendete Präparat Epo getestet worden war.

Heras hatte über seinen Anwalt sofort die Gültigkeit der Dopinganalyse in Zweifel gezogen. Doch erst jetzt entschied ein ziviles Gericht in Valladolid, die Disziplinarkommission des spanischen Radsport-Verbandes RFEC sei bei diesem internationalen Rennen nicht entscheidungsbefugt gewesen.

Vor allem seien Argumente von Heras beim Urteil nicht gewürdigt worden. So sei in der Tat nicht ausgeschlossen gewesen, dass die Dopingprobe beim Transport hätte manipuliert werden können. Sie sei auch zu spät beim Analyselabor angeliefert worden.

Eine Berufung gegen das neue Urteil ist nur noch möglich vor dem Obersten Gerichtshof in Madrid.

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