Das Team RadioShack des deutschen Rundfahrtspezialisten Andreas Klöden hat auf der fünften Etappe der 98. Tour de France einen schweren Rückschlag hinnehmen müssen.

Der Slowene Janez Brajkovic, als einer der vier Kapitäne des Teams in die Frankreich-Radrundfahrt gegangen, musste am Mittwoch auf dem 158 km langen Teilstück von Carhaix nach Cap Frehel nach einem schweren Sturz das Rennen aufgeben.

Bei Kilometer 71 hatte sich auf gerader Strecke ein Massensturz ereignet, in den neben Brajkovic auch der niederländische Podiumsanwärter Robert Gesink (Rabobank) verwickelt war.

Der Kapitän des Hannoveraners Grischa Niermann hatte Schmerzen am rechten Arm und schlug sich das linke Knie auf.

Während Gesink weiterfuhr, musste Brajkovic jedoch mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Über die genaue Verletzung war zunächst noch nichts bekannt, Brajkovic schien aber benommen zu sein. Er war auf einem Markierungsstreifen ausgerutscht.

Nur wenig später kam auch Titelverteidiger Alberto Contador (Spanien/Saxo Bank) zum zweiten Mal bei dieser Tour zu Fall.

Contador warf daraufhin sichtlich genervt sein Rad in den Straßengraben. Teamchef Bjarne Riis gab dem 28-Jährigen ein neues Gerät und schob ihn persönlich an.

Contador schien sich, von leichten Schürfwunden abgesehen, nicht verletzt zu haben.

Großes Pech hatte Contadors Helfer Nicki Sörensen. Der dänische Straßenmeister wurde von einem Begleitmotorrad regelrecht umgefahren, konnte aber zum Glück weiterfahren.

Als dritter Fahrer nach Brajkovic sowie dem Belgier Jürgen van de Walle, der am Dienstag ausgeschieden war, stieg am Mittwoch der Franzose Christophe Kern aus dem Rennen aus. Der Fahrer des Europcar-Teams gab wegen einer Entzündung auf.

Damit verblieben zunächst 195 Fahrer im Peloton.

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