Die Teamkapitäne Alexander Winokurow (Kasachstan/Astana) und Jurgen Van den Broeck (Belgien/Omega Pharma-Lotto) mussten bei der 98. Tour de France schwer verletzt aufgeben.

Bei einem Massensturz auf der neunten Etappe in der Abfahrt vom Col du Pas de Peyrol zog sich Winokurow, der am Samstag auf der achten Etappe kurz vor dem Tagessieg gestanden hatte, einen Becken- und Oberschenkelbruch zu. Der Kasache war im Zuge des Crashs einen nicht gesicherten Abhang hinuntergestürzt.

Der als Kandidat für einen Podestplatz gestartete Van den Broeck, Teamkollege des deutschen Top-Sprinters Andre Greipel, zog sich einen Bruch des Schulterblatts zu. Außerdem erlitt er ein Thoraxtrauma und Rippenbrüche.

Auch der Deutsche Andreas Klöden (RadioShack) kam zu Fall. Er konnte zwar das Rennen sofort wieder aufnehmen, musste später jedoch wegen starker Rückenschmerzen ins Krankenhaus.

Dort wurden schwere Prellungen, aber keine Brüche festgestellt. Am Montag soll nach einem Test entschieden werden, ob Klöden trotz der großen Schmerzen weiter macht. Zuvor hatte es bereits Titelverteidiger Alberto Contador (Spanien/Saxo Bank) erwischt, der aber glimpflich davon kam.

Ebenfalls ausscheiden mussten dagegen nach dem Sturz David Zabriskie (USA/Garmin-Cervelo) mit einem gebrochenen Handgelenk und Frederik Willems (Belgien/Omega Pharma-Lotto) mit einem Schlüsselbeinbruch.

Das Peloton reduzierte nach dem Vorfall für einige Zeit deutlich das Tempo.

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