Deutschlands Sprinthoffnung Marcel Kittel hat mit vier Tagessiegen seinen Status als legitimer Nachfolger von Erik Zabel untermauert.

"Ich bin überglücklich. Diese Woche lief für mich und meine Mannschaft perfekt", sagte der 23-Jährige nach seinem erneuten Etappensieg bei der Polen-Rundfahrt:

"Es gibt kaum Worte, mit denen ich meine Freude beschreiben könnte", meinte er nach der Zieldurchfahrt in Krakau. Die Schinderei durch die Hohe Tatra hatte sich gelohnt.

Mit drei Etappensiegen auf den ersten drei Teilstücken der Rundfahrt hatte er auch die Konkurrenz um Ex-Weltmeister Tom Boonen (Quick-Step) aus Belgien sprachlos gemacht und sich zwischenzeitlich in das Gelbe Trikot des Spitzenreiters gesichert.

"Ich hatte schon vor, eine Etappe zu gewinnen, aber mit vier habe ich nicht gerechnet", sagte Kittel, der auf den welligen Mittelgebirgsetappen in der Gesamtwertung weit zurückfiel.

Dass der Erfurter zum Erfolgsgaranten des zweitklassigen Skil-Shimano-Teams avancierte, kam für Generalmanager Iwan Spekenbrink nicht überraschend.

"Ich denke schon seit dem ersten Tag, den er bei uns verbracht hat, dass er einmal in die Welt der absoluten Top-Sprinter vorstoßen kann", sagte Spekenbrink. Zabel attestierte dem Erfurter "außerordentliches Talent".

"Da deutet sich eine neue Radfahrergeneration an", sagte der sechsmalige Gewinner des Sprintertrikots bei der Tour de France.

Die Häufung der Erfolge bei der World-Tour-Serie hatte der 23-Jährige aber dennoch nicht auf dem Zettel. "Ich kann es selbst gar nicht richtig begreifen, wie gut es hier für mich läuft", sagte Kittel, der noch mindestens bis Ende 2013 für Skil-Shimano unterwegs ist.

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