Der italienische Radstar Ivan Basso will gegen den harten Anti-Doping-Kurs in Italien vorgehen.

In einem Brief an den nationalen Radsportverband fordert der 34-Jährige eine Streichung der Regel, die Dopingsündern verbietet, an Welt- und Landesmeisterschaften teilzunehmen.

"Ich habe dem Radsport geschadet und ich schäme mich dafür", sagte Basso im Interview mit der Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport": "Ich habe danach aber nach drei Prinzipien gehandelt: Ehrlichkeit, Loyalität und Transparenz. Ich begreife nicht, warum mich der Verband jetzt hindert, an der Weltmeisterschaft teilzunehmen".

Für die Restriktionen gibt es kein Zeitlimit, so dass auch der wegen seiner Verwicklung in den Dopingskandal "Operacion Puerto" verurteilte Basso betroffen ist.

"Es schmerzt, weder an der Meisterschaft noch an der WM teilnehmen zu können. Ich habe für meine Dopingsünden gezahlt. Ich bin zurück, habe gewonnen und den Menschen bewiesen, dass ich transparent siegen kann", sagte Basso.

Im Mai 2007 hatte Basso gestanden, in die spanische Dopingaffäre um den Madrider Arzt Eufemiano Fuentes verwickelt gewesen zu sein.

Er habe fünf Beutel mit seinem Blut bei Fuentes deponiert, um sich bei der Tour 2006 zu dopen. Er habe jedoch nie Doping praktiziert. Wegen seiner Verwicklung in den Skandal wurde Basso zwei Jahre lang gesperrt. Sein Comeback hatte er 2009 gefeiert.

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