Der italienische Radsportverband hat die Forderung von Ivan Basso nach einer Lockerung der Anti-Doping-Regeln abgelehnt.

"Eine Revolution ist im Gange, die wir nicht mehr aufhalten können. Die Regeln gelten für alle, und es kann keine Ausnahmen geben", sagte Verbandschef Renato Di Rocco der Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport".

"Wir sind für Dialog offen, doch man muss uns konkrete Argumente bringen, warum die Regel für Basso nicht gelten sollte. Ethik ist wichtiger als sportliche Leistungen. Man muss es sich mit Resultaten und korrektem Verhalten verdienen, für die italienische Nationalmannschaft anzutreten", sagte Di Rocco.

Basso hatte in einem Brief an den Verband eine Streichung der Regel gefordert, die Dopingsündern verbietet, bei Welt- und Landesmeisterschaften zu starten.

"Es schmerzt, weder an der Meisterschaft noch der WM teilnehmen zu können. Ich habe für meine Dopingsünden gezahlt. Ich bin zurück, habe gewonnen und den Menschen bewiesen, dass ich transparent siegen kann", sagte Basso.

Im Mai 2007 hatte Basso gestanden, in die spanische Dopingaffäre um den Madrider Arzt Eufemiano Fuentes verwickelt gewesen zu sein. Er habe fünf Beutel mit seinem Blut bei Fuentes deponiert, um sich bei der Tour 2006 zu dopen.

Er habe jedoch nie Doping praktiziert. Wegen seiner Verwicklung in den Skandal wurde Basso zwei Jahre lang gesperrt.

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