Der deutsche Radprofi Marcel Kittel hat in der Dopingaffäre um den Erfurter Sportmediziner Andreas Franke jede erdenkliche Zusammenarbeit mit den Behörden angeboten.

"Ich will mich öffnen und möchte absolut transparent sein", sagte Kittel. Der gebürtige Arnstädter war in einem Bericht der "ARD-Sportschau" in Verbindung mit den Ermittlungen gebracht worden.

Kittel hatte den Arzt in 2007 und 2008 bei Krankheit aufgesucht, da er als Sportler aus der Region unter Obhut des Olympiastützpunktes Erfurt fiel, an dem Franke tätig war.

Kittel hatte damals auf Anraten Frankes die UV-Behandlung an Eigenblut erhalten. "Ich habe absolut Verständnis dafür, wenn man diese Geschichten hört und sich Gedanken macht. Diese Methode kommt total schräg rüber, gerade im problematischen Kontext Radsport", sagte er der Süddeutschen Zeitung.

Alle Athleten hätten die Möglichkeit gehabt, die Leistungen Frankes anzunehmen, sagte Kittel dem SID. Er habe 2007 mit 18 erstmals die Behandlung erhalten. "Ich weiß nicht genau, was ich beim ersten Mal hatte. Aber ich war wegen Erkältungen dort und Anfang 2008 wegen einer Angina", berichtete Kittel.

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