Radprofi Andy Schleck fühlt nach der Dopingsperre gegen Alberto Contador mit seinem spanischen Rivalen.

"Seine Chancen waren 50 zu 50, gut oder schlecht aus dieser ganzen Sache herauszukommen. Ich möchte jetzt nicht in seiner Haut stecken. Es ist eine schwere Situation für ihn wie auch für seine Mannschaft, die einen großen Leader verloren hat, wenn nicht sogar den größten", sagte Schleck im Interview mit dem Luxemburger Tageblatt.

Der Luxemburger, der nun anstelle von Contador als Tour-Sieger 2010 geführt wird, verspürt keinerlei Genugtuung über seinen Triumph am grünen Tisch. "Klar nehme ich, wenn mir der Weltverband oder die Organisatoren der Tour de France den Titel 2010 schenken, den Sieg an. Allerdings nicht, um darauf stolz sein zu können. Um die Tour zu gewinnen, muss man in Paris ganz oben auf dem Podium stehen", sagte Schleck: "Der Sieg 2010 ist ein Titel, kein Sieg. Sollte ich dieses Jahr gewinnen, wäre es ein Sieg für mich."

Der Internationalen Sportgerichtshof CAS hatte Contador am Montag wegen einer positiven Dopingprobe bei der Tour de France 2010 mit einer zweijährigen Sperre belegt. Contador verliert damit sowohl seinen Tour-Titel von 2010 als auch den Sieg beim Giro d'Italia 2011.

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