Der wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln gesperrte Jan Ullrich darf in Deutschland auch nicht an sogenannten Jedermann-Rennen teilnehmen. Dies gab der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) bekannt und beruft sich dabei auf das Regelwerk des BDR-Antidopingcodes.

Sperren beträfen laut BDR "alle Veranstaltungen, die von einem im BDR lizenzierten Verein ausgerichtet werden, die also offiziell genehmigt und im BDR-Breitensportkalender veröffentlicht sind."

Somit sei Ullrich bei keinen deutschen Jedermann-Rennen startberechtigt, die vom BD autorisiert seien, dabei spiele es keine Rolle, "ob der Teilnehmer offiziell erfasst wird oder aus anderen Gründen mitfährt", erklärte BDR-Vize-Präsident Udo Sprenger.

Ullrichs Manager Falk Nier wollte sich zunächst nicht detailliert dazu äußern. "Die Regel war uns natürlich bekannt. Wir wollen das erst mal nicht weiter kommentieren und zunächst die Sachlage prüfen", sagte er. Ohnehin sei in Deutschland nur ein Start bei einem Rennen geplant gewesen, am 12. August 2012 in Bielefeld.

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte Jan Ullrich am 9. Februar schuldig gesprochen, gegen die Anti-Doping-Richtlinien verstoßen zu haben.

Der einzige deutsche Tour-de-France-Gewinner wurde wegen der Verwicklung in die Affäre um den mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes zu einer zweijährigen Sperre rückwirkend vom 22. August 2011 verurteilt.

Das höchste Sportgericht in Lausanne annullierte zudem sämtliche Ergebnisse Ullrichs seit dem 1. Mai 2005 bis zu seinem Karriereende. Ullrich hatte später erklärt, er wolle künftig in verschiedenen Funktionen und Bereichen im Jedermann-Radsport tätig sein.