Der deutsche Bahnvierer hat den Kampf um die Qualifikation für die Olympischen Spiele im Sommer schon fast abgehakt.

Zum letzten Weltcup der Saison in London (16. bis 19. Februar), der auch als olympischer Testlauf dient, nominierte der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) nur die zweite Garde.

Die Berliner Robert Bengsch, Marcel Kalz, Maximilian Beyer und Theo Reinhardt sollen auf dem Holzoval dennoch die Minimalchance wahren.

"Das ist auf dem Papier natürlich die zweite Mannschaft. Die erste Garde konzentriert sich auf die Weltmeisterschaft, die erstmal Priorität hat. Ob es zu Olympia reicht, wird man nach der WM sehen", sagte Vizepräsident Udo Sprenger.

Der Flaggschiff des BDR liegt vor dem Weltcup und den Titelkämpfen im April in Melbourne in der Nationenrangliste allerdings beinahe aussichtlos hinter Belgien.

Die deutschen Sprinter wollen dagegen erneut ihre Dominanz unter Beweis stellen. Im Teamsprint ist der BDR derzeit klarer Favorit auf Gold, die Formation hatte im Dezember in Cali (Kolumbien) auch den Weltrekord verbessert.

Beim Weltcup werden Rene Enders (Erfurt), Maximilian Levy (Cottbus) und Stefan Nimke (Schwerin) zudem nachträglich mit WM-Gold geehrt. Dem eigentlichen Weltmeister Frankreich war wegen eines Doping-Verstoßes von Gregory Bauge der Titel für den Sieg 2011 aberkannt worden.

Im Omnium-Wettbewerb lässt Bundestrainer Detlef Uibel den Eisenhüttenstädter Roger Kluge fahren, der eine Medaille bei Olympia anstrebt.

Bei den Frauen kämpft im Bahn-Mehrkampf Lisa Brennauer (Durach) noch um Punkte für die Olympia-Qualifikation. Als Führender der Nationenwertung kann sich der BDR überdies den Weltcup-Gesamtsieg sichern. "Das wäre ein angenehmes Nebenprodukt, das wir gerne mitnehmen", sagte Sprenger.

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