Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den russischen Radrennfahrer Alexander Kolobnew von Doping-Vorwürfen freigesprochen und damit den Antrag des Radsportweltverbandes UCI zurückgewiesen, den Olympia-Dritten von 2008 für zwei Jahre zu sperren.

Kolobnew war während der Tour de France 2011 positiv auf das Diuretikum Hydrochlorothiazid (HCT) getestet worden.

Der 30-Jährige leide seit 15 Jahren an einer chronischen Gefäßerkrankung, daher sei die Einnahme der Substanz ausschließlich aus medizinischen Gründen erfolgt, begründete der CAS sein Urteil.

Damit bestätigte der Internationale Sportgerichtshof das Urteil eines russischen Anti-Doping-Gerichts, das Kolobnew lediglich mit einer Strafe von 1500 Schweizer Franken (1220 Euro) belegt hatte.

Kolobnew war der einzige positiv auf Doping getestete Radprofi der 98. Tour de France.

Das Team Katjuscha um den deutschen Manager Hans-Michael Holczer gab daraufhin bekannt, den 2011 auslaufenden Vertrag mit dem Russen nicht mehr zu verlängern.

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