Der Druck auf den siebenmaligen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong wächst immer mehr:

Einen Monat nach Anklageerhebung sperrte die US-Anti-Doping-Agentur USADA Armstrongs frühere Helfer Michele Ferrari, Luis Garcia del Moral und Jose "Pepe" Marti wegen Manipulationen sowie Handel und Anweisungen zum Gebrauch von Doping lebenslänglich.

Das Verfahren gegen Armstrong, der bislang alle Doping-Vorwürfe bestreitet, läuft noch.

Dem offenbar von mehreren Ex-Teamkollegen bei der USADA belasteten Kalifornier droht bei einer Verurteilung nachträglich ebenfalls eine lebenslängliche Sperre sowie die Aberkennung seiner Titel. Zu Wochenbeginn war eine Klage Armstrongs gegen die USADA und ihre Vorgehensweise von einem US-Gericht nicht zur Verhandlung zugelassen worden.

Die USADA sieht in den Sperren für Armstrongs einstige Gehilfen die einzig mögliche Strafe. "Diese Individuen dauerhaft aus dem Sport zu entfernen ist ein kraftvolles Signal, das die jetzige und nächste Generationen von Sportlern von ihrem Einfluss schützt und die Integrität künftiger Wettbewerbe bewahrt", hieß in der USADA-Mitteilung.

Der Italiener Ferrari ist ein höchst umstrittener Sportarzt und hatte bereits mehrfach nicht nur aufgrund seiner Zusammenarbeit mit Armstrong wegen seiner wegen seiner Praktiken im Visier der Doping-Fahnder gestanden. Del Moral fungierte bei Armstrongs Ex-Team US Postal als Mannschaftsarzt, während Marti zum Trainerstab gehörte und später auch über mehrere Jahre den spanischen Dopingsünder Alberto Contador betreute.

Mitte Juni hatte die USADA auf Basis der Aussagen bislang noch unbekannter Zeugen Anklage gegen Armstrong und fünf Personen aus seinem Umfeld erhoben. Zu den Beschuldigten gehören außerdem Ex-Teamchef Johan Bruyneel und der ehemalige Mannschaftsarzt Pedro Celaya.

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