Der ehemalige Radprofi Lance Armstrong hat im Kampf gegen eine lebenslange Sperre wegen Dopings Zeit gewonnen.
Die US-Anti-Doping-Agentur USADA gewährte dem siebenmaligen Tour-de-France-Sieger eine Frist von 30 Tagen, um eine Stellungnahme zu den erhobenen Vorwürfen abzugeben. "Wir werden erst im Anschluss über ein Urteil beraten", sagte USADA-Chef Travis Tygart.
Die Anti-Doping-Agentur reagierte damit auf eine zweite Klage Armstrongs am Mittwoch. Nachdem die erste Fassung am Vortag von Richter Sam Sparks als "polemisch und überlang" zurückgewiesen wurde, hatten die Anwälte die Anklageschrift überarbeitet und sie auf 25 Seiten verkürzt erneut eingereicht. Die erste Version hatte noch 80 Seiten umfasst.
Armstrong hatte sich dafür entschieden, gerichtlich gegen die Ermittlungen der USADA gegen seine Person vorzugehen. Die Klage bezichtigt die USADA, das verfassungsmäßige Recht eines Athleten auf eine faire Verhandlung zu verletzen.
Die USADA hatte den Anfang 2011 endgültig zurückgetretenen Ex-Weltmeister im Juni formal des Dopings angeklagt. Die Agentur stützt sich auf zehn Zeugen, zu denen auch Armstrongs einstige Helfer Tyler Hamilton und Floyd Landis zählen. Neben dem Tour-Rekordsieger sind fünf weitere Fahrer des Dopings angeklagt.
Bei einer Verurteilung drohen Armstrong, der jegliche Einnahme von Dopingmitteln abstreitet, neben einer lebenslangen Sperre auch die Aberkennung seiner Tour-Siege.
Am Dienstag hatte die USADA Armstrongs frühere Helfer Michele Ferrari, Luis Garcia del Moral und Jose `Pepe" Marti wegen Manipulationen sowie Handel und Anweisungen zum Gebrauch von Doping lebenslänglich gesperrt und damit auch den Druck auf den US-Amerikaner erhöht.
