Zwischen den Topfahrern Vincenzo Nibali und Bradley Wiggins hat es bei der 99. Tour de France ordentlich gekracht.
"Wiggins ist sehr stark, aber er sollte seinen Kontrahenten mehr Respekt entgegenbringen", sagte der italienische Liquigas-Profi öffentlich, "nach der Etappe am Mittwoch hat er mich im Ziel mit einem abfälligen Blick angesehen, die mir gar nicht gefallen hat. Zudem hat er mir mit der Hand eine sehr rüde Geste gezeigt."
Der Gesamtführende Wiggins, der am Mittwoch den Angriff des Verfolgers Nibali souverän abgewehrt hatte, ließ eine Replik im gewohnt rauhen Umgangston folgen: "Ich denke nicht, dass ich mich für alles, was ich mache, rechtfertigen muss. Ich bin nicht irgendein beschissener Radfahrer, der aus dem Nirgendwo kommt."
Der dreimalige Bahn-Olympiasieger Wiggins ist der große Dominator der Frankreich-Rundfahrt, gilt aber als exzentrisch und teilweise aufbrausend. So hatte er während der Tour auf einer Pressekonferenz Kritiker, die ihn und sein starkes Sky-Team bei Twitter des Dopings verdächtigten, als "verdammte Wichser" bezeichnet.
Nibali kritisierte das Auftreten des Kontrahenten: "Radfahrer haben immer einen großen Respekt voreinander gezeigt - wir sind ja schließlich keine Fußballer."
