Nach der Reißnägel-Attacke auf der 14. Etappe der Tour de France läuft die Fahndung nach den Tätern auf Hochtouren.

Die Ermittler sichteten neben TV-Bildern am Montag auch Amateur-Videos von Augenzeugen, zudem wurden beteiligte Fahrer befragt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur "AFP" unter Berufung auf Justizkreise.

Hoffnungen, anhand von Fingerabdrücken auf den Nägeln Rückschlüsse auf die Täter zu bekommen, zerschlugen sich derweil. "Zu viele Menschen haben die Nägel angefasst, daher ist es unwahrscheinlich, dass sich brauchbare Spuren darauf finden", sagte ein Ermittler.

Die stellvertretende Staatsanwältin von Foix, Marilyn White, teilte mit, Ziel der Untersuchung sei, auch zu klären, ob die Nägel an einer oder mehreren Stellen auf den Asphalt geworfen worden sind.

Bei der Attacke am Sonntag kurz vor der Abfahrt ins Ziel in Foix hatten Unbekannte die Reißnägel vor dem herannahenden Hauptfeld auf der Straße verteilt. Rund 30 Fahrer, darunter die Tourfavoriten Bradley Wiggins (England) und Cadel Evans (Australien) erlitten Reifendefekte, der Kroate Robert Kiserlovski brach sich das Schlüsselbein.

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