Im Fall des siebenmaligen Tour-de-France-Gewinners Lance Armstrong will die US-Anti-Doping-Agentur USADA die lebenslange Sperre des früheren Trainers Jose "Pepe" Marti vorerst aussetzen. Der Spanier zählt zu den fünf Betreuern, die neben Armstrong formal des Dopings angeklagt sind.
Marti hatte einen Gang vor ein Schiedsgericht erbeten, die USADA gab dem statt. Zunächst hatte Marti eine entsprechende Frist verstreichen lassen.
Jeder, der mit Dopinganschuldigungen konfrontiert werde, solle aber eine umfassende und faire Anhörung haben, begründete die USADA ihre Entscheidung.
Marti, der auch den Spanier Alberto Contador als Trainer betreute, ist neben dem früheren Armstrong-Teammanager Johan Bruyneel und dem einstigen Mannschaftsarzt Pedro Celaya der dritte Angeklagte, der den Gang von ein Schiedsgericht beantragt hat.
Marti, den höchst umstrittenen italienischen Sportarzt Michele Ferrari und den Mediziner Luis Garcia del Moral hatte die USADA im Juli wegen Manipulationen sowie Handel mit und Anweisungen zum Gebrauch von Doping lebenslänglich gesperrt.
Derzeit läuft zudem ein Streit um die Entscheidungsgewalt. Der Radsport-Weltverband UCI wollte den Fall mit all seinen Beweisen von einem unabhängigen Gremium beurteilt lassen.
Die USADA hatte entschieden abgelehnt, der UCI das Material zu übergeben. Das sei, als würde "der Fuchs den Hühnerstall bewachen". Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte die Position der USADA zuletzt unterstützt.
