Die US-Dopingagentur USADA hat dem lebenslang gesperrten Radprofi Lance Armstrong ein Angebot zur Zusammenarbeit unterbreitet.
In einem Interview mit "USA Today" stellte Agentur-Chef Travis Tygart Armstrong eine Reduzierung seiner Sperre in Aussicht, sollte der 40-Jährige sich an der Aufklärung der Dopingvorwürfe beteiligen und ein vollständiges Geständnis abgeben.
"Wenn er ehrlich und bereit ist, den Sport im Guten voranzubringen, ist dies immer noch möglich. Wir stehen ihm weiter offen gegenüber. Auch wenn es wehtut, ist die Wahrheit doch der beste Weg nach vorn", sagte Tygart.
Die Forderung nach der Aberkennung von Armstrongs sieben Titel bei der Tour de France bleibe allerdings bestehen.
"Wenn er früher auf uns zugekommen und ehrlich gewesen wäre, dann hätten wir uns auf eine eingeschränkte Strafe einigen können", erklärte Tygart.
In diesem Falle hätte die Dopingagentur nur zwei der sieben Titel (2004, 2005) streichen wollen.
Am Freitag hatte die USADA eine lebenslange Sperre für Armstrong ausgesprochen und beantragt, dass alle Ergebnisse des Texaners seit dem 1. August 1998 gestrichen werden sollen, zu denen auch seine sieben Siege bei der Frankreichrundfahrt gehören.
Die Titel kann allerdings nur der Radsport-Weltverband UCI offiziell aberkennen.
