Trotz der erdrückenden Beweislast der über 1000 Seiten starken Akten der US-Antidoping-Agentur USADA hat der frühere amerikanische Radprofi Lance Armstrong Gelassenheit demonstriert.
"Was ich heute Abend mache? Ich hänge mit meiner Familie ab, unbeeinflusst, und denke an meine Stiftung", schrieb Armstrong über Twitter.
Die "Livestrong"-Initiative des Texaners, die sich für die Krebsbekämpfung einsetzt, feiert in der kommenden Woche ihr 15-jähriges Bestehen. Armstrong war 1996 an Hodenkrebs erkrankt und zwei Jahre später nach überstandener Krankheit in den Radsport zurückgekehrt.
Unterstützung erhielt Armstrong auch vom Sportartikelhersteller Nike, der den Texaner ausrüstet und Livestrong finanziell unterstützt. "Nike plant, die Zusammenarbeit mit Lance und seiner Stiftung fortzusetzen. Er hat seine Unschuld beteuert und ist standhaft bei seiner Meinung geblieben", hieß es in einem Statement.
Die USADA hatte am Mittwoch ihren lang erwarteten Bericht an den Radsport-Weltverband UCI, die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und die World Triathlon Corporation (WTC) übergeben und die Akten zudem im Internet veröffentlicht.
Die UCI hat nun drei Wochen Zeit, über die Aberkennung von Armstrongs sportlichen Ergebnissen seit dem 1. August 1998 inklusive seiner sieben Siege bei der Tour de France zu entscheiden.
