Der mit schweren Dopingvorwürfen belastete siebenmalige Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong erwägt offenbar den Einsatz eines Lügendetektors, um seine Unschuld zu beweisen.
Das bestätigte Armstrongs Anwalt Tim Herman. Armstrong wurden in am Mittwoch veröffentlichten Dokumenten von der US-Antidoping-Agentur USADA unter anderem der Missbrauch und der Handel von verbotenen Substanzen zur Last gelegt.
"Vielleicht werden wir das tun, wer weiß. Das Ergebnis eines mit guten Geräten und geeignetem Personal durchgeführten Tests würde ich nicht anfechten", sagte Herman am Sonntag dem britischen Radiosender "BBC 5".
Verpflichten wolle er Armstrong zu der technischen Wahrheitskontrolle jedoch nicht, da dies an der öffentlichen Meinung nichts ändern würde.
"Sein Name wird immer damit in Verbindung gebracht werden", so Herman, der auch die im USADA-Bericht aufgeführten 26 Zeugen zu einem Lügendetektortest bewegen wollen würde.
Ein bestandener Test könnte Armstrong in drohenden jurisitschen Auseinandersetzungen helfen, sollte der Radsport-Weltverband UCI dem Texaner dessen sieben Tour-Titel aberkennen. Dann drohen dem 41-Jährigen Schadensersatzklagen in Millionenhöhe.
Für diesen Fall prüfen unter anderem die US-Versicherungsfirma SCA Promotions, die Armstrong 2007 nach einem Rechtsstreit über mögliche Dopingvergehen 7,5 Millionen Dollar zahlen musste, sowie die britische Zeitung "Sunday Times" (rund eine Million Dollar) entsprechende Klagen.
