Die deutschen Bahnradspezialisten haben bei der EM im litauischen Panevezys einen Start nach Maß hingelegt und bereits das Vorjahresergebnis übertroffen.
Neben Gold im Teamsprint der Männer und zwei Medaillen im Punktefahren der Frauen war auch der Bahnvierer nach langer Durststrecke wieder erfolgreich.
In der Besetzung Henning Bommel (Finsterwalde), Maximilian Beyer, Theo Reinhardt (beide Berlin) und Lucas Liß (Unna) gewann das einstige Flaggschiff des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) in der 4000-m-Mannschaftsverfolgung am Freitag Silber hinter Russland.
Der Vierer hatte nicht zuletzt nach der verpassten Qualifikation für die Olympischen Spiele in London enttäuscht.
Im Teamsprint gewannen Tobias Wächter (Düsseldorf), Max Niederlag (Heidenau) und Joachim Eilers (Köln) den EM-Titel vor Polen. Im Punktefahren der Frauen wurde Stephanie Pohl (Cottbus) mit 33 Zählern Europameisterin, Bronze ging an Elke Gebhardt (Freiburg/20).
Der BDR ist in Litauen ohne die London-Medaillengewinner am Start. Der Verband hat stattdessen ein junges 13-köpfiges Aufgebot berufen, das im Hinblick auf die Spiele 2016 in Rio ihre Bewährungsprobe bestehen soll.
Im Vorjahr hatten die deutschen Fahrer im niederländischen Apeldoorn für vier Medaillen gesorgt, darunter Gold im Teamsprint in der Besetzung Rene Enders, Robert Förstemann und Stefan Nimke.
